Willkommen bei ZVPÖ Donnerstag, 25. April 2019 @ 04:28

Verluste bei Mitarbeitervorsorgekassen

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Die Abfertigung neu – nur für Banken und Versicherungen ein Geschäft

„Abfertigung neu bisher mit schlechten Renditen." Im Jahr 2005 löste eine Verzinsung von nicht mehr als 4,5 Prozent Katzenjammer aus. Im Vorjahr erzielten neun Abfertigungskassen ein Minus von 1,97 Prozent und stellten damit den Negativrekord des Finanzkrisenjahres 2008 ein. Infobriefe der Kassen sorgten für lange Gesichter: "Neues Guthaben 16.200 Euro, Veranlagungsergebnis minus 300 Euro." - "Anwartschaft 2600 Euro, Ergebnis minus 43 Euro.

Als die Abfertigung Neu im Jahr 2003 in Kraft trat, versprach die damalige schwarzblaue Regierung durchschnittlich sechs Prozent Rendite oder ein Jahresgehalt nach 37 Berufsjahren. Die ernüchternde Realität: 2,3 Prozent im Durchschnitt - oder de facto null Prozent nach Abzug der Inflation. Für das versprochene Jahresgehalt wären nach heutigem Stand 74 Arbeitsjahre oder durchschnittlich acht Prozent Rendite nötig, um den Rückstand seit 2003 gutzumachen.

Die historisch treibende Kraft hinter der Abfertigung neu war der ÖVP-Arbeitnehmerbund ÖAAB. Heute spricht man dort nicht mehr gern darüber.

Vorsorgevollmacht & Patientenverfügung

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Plötzlich und unerwartet muss entschieden werden, wenn sich krankheitsbedingt die Lebensumstände ändern. Es ist klug, wenn sich Österreichs SeniorInnen rechtzeitig für einschneidende Veränderungen vorbereiten. Lassen Sie sich beraten - vom ZVPÖ !!

Der ZVPÖ bietet daher – ausschließlich nach telefonischer Terminvereinbarung - für Interessierte eine grundsätzliche Beratung zu den Themen ‚Pflegevorsorge, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung‘ an.

Eine Vermittlung von Pflegedienstleistungen kann nicht erfolgen.

Ort: Praterstraße 54, 1020 Wien
Termin: immer Donnerstags nach tel. Rücksprache
Tel. Terminvereinbarung: 01 2146573

(Bild: gesundheit.gv.at)

Was uns die Regierung schuldig bleibt

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Nach nunmehr mehr als einem Jahr türkis-blauer Regierungspolitik, fällt das Resümee aus der Sicht der Seniorinnen und Senioren, deutlich negativ aus. Weder wurden Missstände beseitigt, noch dringende Verbesserungen angegangen. Auch die zukünftige Arbeit der Regierung lässt nichts Gutes erwarten. Alles was sich an sogenannten Reformen in Planung befindet, wird auf Einbußen eines großen Teils der Menschen hinauslaufen, gleichsam für junge und für ältere Semester.

Gefährliches Spiel mit den Sozialversicherungsbeiträgen

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Vor wenigen Wochen hat die Regierung ihre Pläne zur Steuerreform vorgelegt. Da diese allerdings noch ohne konkrete Details vorliegen lässt sich auch noch wenig darüber sagen. Zwei Dinge allerdings stehen fest: Erstens, spürbar sollen die steuerlichen Entlastungen für LohnsteuerzahlerInnen erst im Jahr 2020 werden, die sogenannte kalte Progression, mit der der Finanzminister inflationsbedingte Gehaltserhöhungen, die in eine höhere steuerliche Progressionsstufe fallen, abschöpft, erst 2022 abgeschafft werden, also knapp vor den nächsten Wahlen. Zweitens soll die große Masse an Einkommens BezieherInnen, die so wenig verdienen, dass so keine Lohnsteuer zahlen, durch eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge entlastet werden. In diese Kategorie fällt auch ein Großteil der PensionistInnen. Was bedeutet also die Senkung der Sozialversicherungsbeiträge im Allgemeinen und für die PensionistInnen im Besonderen?

Investitionsstau und Leuchtturmprojekte - ein österreichischer Zustand!

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Es staut sich! An allen Ecken und Enden orten die politischen Eliten Versäumnisse, die sich in den letzten Jahr(zehnten) angehäuft haben. Der Ruf nach Offensiven wird lauter und lauter.
Digitalisierung, Bildung, Militär, Infrastruktur – allenthalben wird Professionalisierung eingemahnt und Milliarden locker vom Hocker gefordert. Aber ausgerechnet beim gesamtgesellschaftlichen Risiko der Pflege-und Betreuungsbedürftigkeit soll durch laienhaftes Agieren vor Ort das Land „zukunftsfit“ gemacht werden.

Voller Erfolg der ZVPÖ Pflege Enquete

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Als hervorragend wurde unsere Pflege-Enquete „Offene Wunde: Pflege“ beurteilt, die wir am 6. März 2019 in den Räumlichkeiten von transform! Österreich veranstalteten. Von der Pressekonferenz am Vormittag über die Präsentation am Nachmittag, bis zur abendlichen Podiumsdiskussion wurden alle Erwartungen übertroffen. So waren neben zahlreichen Verbandsmitgliedern, VertreterInnen des Vereins für Konsumenteninformation, von Sozialdienstleistern, VertreterInnen der Gewerkschaften FSG, AUGE, GLB, der Wiener Patientenanwaltschaft, sowie namhafte Repräsentantinnen aus politischen Parteien, der SPÖ, den Grünen, der Liste JETZT, KPÖ und linken Organisationen unter den zahlreichen interessierten Teilnehmerinnen.

Frauen in Altersarmut: automatisches Pensionssplitting keine Lösung

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Der ZVPÖ äußerte sich skeptisch zum von Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) angedachten automatischen Pensionssplitting. Dieses würde bei niedrigen Einkommen "überhaupt keine Probleme lösen", so Bundesobfrau Stellvertreterin Lilian Stadler und Bundessekretär Herbert Fuxbauer.


Der Grundstein für diese fatale Entwicklung für Frauen wurde schon im Jahr 2004 unter Schwarz-Blau gelegt: Seitdem werden nicht die besten Verdienstjahre der Berechnung der Pension zugrunde gelegt, sondern es erfolgt eine lebenslange Durchrechnung der Lebensarbeitszeit.

„Frauen verdienen weniger Geld und fallen oft länger aus, weil sie wegen der Kinder eine Zeit lang zu Hause bleiben oder Teilzeit arbeiten. Für viele bedeutet das dann Armut im Alter: Schon eine zweijährige Teilzeitarbeit senkt die Durchschnittspension um bis zu 2,1 Prozent. Frauen müssen von ihren Einkommen und damit auch von ihrer Pension leben können und das wäre einmal mit der schon sehr alten Forderung nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit am gleichen Ort zu bewerkstelligen“ forderte Stadler.

Ebenso eine deutliche Verbesserung der Einkommenssituation würde die Anrechnung der Kindererziehungszeiten bei der Erhöhung der Mindestpension auf 1.200 Euro bewirken „Davon würden Frauen zu zwei Drittel profitieren“ ergänzte Bundesekretär Fuxbauer zum Abschluss.



ARMUTSFALLE für Frauen?

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Wer im derzeitigen Macht Gefüge mitmischt und gerade am Weltfrauentag aufzeigt, dass Frauen die ARMUTSFALLE im Alter droht, der kann es nicht ehrlich meinen.

Denn was will man denn damit sagen? Dass die, die im Alter Armut erleiden, selbst daran schuld sind weil sie unwissend und arglos in eine Falle tappen? Ja da frage ich erstmal, welche Halunken stellen denn diese Fallen auf und zu welchem Zweck?

Offene Wunde: Pflege – Stiefkind der Politik

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Der Zentralverband der Pensionistinnen und Pensionisten Österreich bringt sich nun offensiv in die stockende Pflegedebatte ein. Anhand einer Broschüre, in der sich mehrere ExpertInnen dem vielschichtigen Thema gewidmet haben, werden die unterschiedlichen Aspekte mit erfassten Zahlen, Einblick in Ausbildungsbereiche, Analyse professioneller und Angehörigen-Pflegearbeit, Finanzierung, die „Ressource Weiblichkeit“ bis hin zum Einfluss von Pflegebedürftigkeit auf die Altersarmut, beleuchtet.

„Das Risiko, aufgrund von Alter oder Erkrankung pflegebedürftig zu werden, hat bisher in die maßgeblichen Strukturplanungen kaum Eingang gefunden. Die derzeitige Versorgung der Betroffenen in Österreich muss als mangelbehaftetes Stückwerk bezeichnet werden. Eine zukunftsorientierte Herangehensweise setzt eine Ausbildungsoffensive, die Professionalisierung in allen Betreuungsfeldern und ein eindeutiges Bekenntnis zur finanziellen Abgeltung der Angehörigenarbeit voraus. Die aktuellen und prognostizierten Zahlen treffen hier eine eindeutige Aussage.“, resümiert Dr.med. Rudi Gabriel, gesundheitspolitischer Berater des ZVPÖ.

Soziale Arbeit ist mehr WERT!

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Über 100.000 Menschen arbeiten in der sogenannten Sozialwirtschaft. Das sind die Anbieter von Sozial- und Pflegeleistungen. Seit einigen Jahren gibt es nach jahrelangen Bemühungen auch für die in diesem Bereich Arbeitenden einen Kollektivvertrag, der jährlich neu verhandelt wird. Die derzeit laufenden Verhandlungen stocken allerding, weil sich die Dienstgeber weigern auf die Forderungen der beteiligten Gewerkschaften einzugehen. Es sind dies eine gehaltsmäßige Verbesserung um zumindest 3%, vor allem aber um die Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen in Form der 35 Stundenwoche und/oder einer sechsten Urlaubswoche. Der ZVPÖ, der im Interesse der älteren Generationen an einer hohen Qualität der Pflegeleistungen interessiert ist, unterstützt deshalb alle Forderungen des pflegenden Personals, die die Arbeitsbedingungen verbessern. Kürzere Arbeitszeiten kommen den einzelnen zu versorgenden und pflegenden Menschen unmittelbar zugute, da sie es dann mit ausgeruhteren und motivierteren Menschen zu tun haben.


Die Verantwortung liegt allerdings nicht nur bei den meist privaten Vereinen und Einrichtungen der Sozialwirtschaft. Denn die Tarife für die Abgeltung der Leistungen bestimmen die Gebietskörperschaften der öffentlichen Hand. Es fehlen derzeit schon tausende Pflegekräfte, weil das Gehaltsniveau um ein Viertel niedriger ist als im Durchschnitt und die physischen und psychischen Belastungen kaum ausgeglichen werden.


Mit diesem Thema befasst sich auch die Pflegeenquete des ZVPÖ „offene Wunde Pflege“
am 6.März 15 -18h und die daran anschließende Podiumsdiskussion in den Räumlichkeiten von „Transform“, 4.Bez., Gußhausstraße 14/3.

Interessierte sind herzlich willkommen.
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