SozialwissenschaftlerInnen legen eine erste komprimierte Analyse der letzten Krisenjahre von Pandemie bis Teuerung vor.
Gesundheitskrise, Teuerungskrise, Demokratiekrise, Klimakrise, Finanzkrise. Welche Auswirkungen haben die Vielfachkrisen auf die Armut und die Menschen, die von Armut betroffen sind?
Diese Frage leitet die Beiträge in dem Sammelband Armut in der Krisengesellschaft, erschienen im Herbst 2025 im Löcker Verlag. Die AutorInnen Nikolaus Dimmel, Karin Heitzmann, Martin Schenk und Christine Stelzer-Orthofer legen hier eine erste komprimierte Analyse der letzten Krisenjahre von Pandemie bis Teuerung vor. Um die Maßnahmen zur Armutsbekämpfung zu verbessern und an die sich verändernden Rahmenbedingungen anzupassen, erweist sich diese Standortbestimmung der AutorInnen als zweckmäßig.
Fehlentwicklungen in Krisen schmerzhaft sichtbar
Im ersten Teil des Buches stehen die Krisen und Katastrophen – und ihre Auswirkungen auf Armut und Armutsbetroffene – im Mittelpunkt der Analysen. Die AutorInnen zeigen auf, dass sich diese Krisen vor allem auf jene Bevölkerungsgruppen auswirken, die ohnehin häufig von Armut bedroht sind, und so deren prekäre Situation verschärfen. Sie weisen nach, dass sich die klassischen Armutsrisikogruppen kaum verändert haben. Die höchsten Armutsgefährdungs- und Deprivationsrisken betreffen nach wie vor Arbeitslose, Niedrigeinkommensbezieher:innen, Alleinerziehende oder Großfamilien.
Krisenzeiten: Ist Armutsbekämpfung möglich?
Im zweiten Teil werden die Armutsberichterstattung und Diskurse in den Blick genommen. Im dritten Teil steht schließlich die Armutsbekämpfung selbst zur Diskussion. Die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes geben einen Überblick zur aktuellen Debatte. Sie analysieren, was im Kontext aktueller Krisen armutspolitisch besser oder anders gemacht werden kann, um das Ausmaß von Armut nachhaltig zu reduzieren.
Armut in der Krisengesellschaft
Erschienen: 2024
ISBN: 978-3-99098-191-7
362 Seiten
15,5 x 23,5 cm
Kategorien: Politik, Sachbuch, Soziale Arbeit
€ 29,80