Faszinierende Ausstellung zur Kultur der Maya
- Freitag, 28. August 2020 @ 08:45

In einer etwa einstündigen Führung durch die Ausstellung erfuhren wir über Forschungserkenntnisse zur Landwirtschaft, Religion, gesellschaftlichen Ordnung und zu den politischen Beziehungen der Maya-Königtümer, wie die Menschen in den Städten, auf dem Land und an den prächtigen Königshöfen lebten.
Die Maya-Kultur ging nach dem Zusammenbruch der großen Maya-Städte, den klimatischen Herausforderungen und der Ankunft der spanischen Invasoren keinesfalls unter, sondern blieb weiter bestehen und verlagerte sich auf andere Gebiete Mesoamerikas. Denn wie kaum eine andere Gesellschaft haben es die Maya verstanden, sich immer wieder an neue Lebensumstände anzupassen. Mit scheinbar einfachen Mitteln gelang es den Maya, eine hochentwickelte Zivilisation mitten im tropischen Regenwald aufzubauen.
Die Schau umfasst 200 Originalobjekte aus Guatemala, die mehrheitlich noch nie in Europa zu sehen waren. Etwa die Hälfte der Objektsammlung wird überhaupt erstmals weltweit in einer Ausstellung gezeigt. Ein besonderes Highlight bildet die noch nie dagewesene Vielzahl an Exponaten aus Jade in einer europäischen Maya-Schau, darunter Jadeschmuckstücke, die Aufschluss über die prunkvolle Kleidung der Maya-Herrscher geben. Stelen mit Hieroglypheninschriften erzählen von der Weltauffassung der Maya und wurden mit Übersetzungen präsentiert.
Die Exponate sind allesamt Leihgaben aus der Sammlung des Museo Nacional de Arqueología y Etnología (MUNAE), dem Nationalmuseum für Archäologie und Ethnologie von Guatemala. „Eine Besonderheit der Ausstellung ist, dass die rechtmäßige Herkunft aller Ausstellungstücke gesichert ist. Die Objekte stammen ausnahmslos von legal durchgeführten, archäologischen Grabungen in Guatemala. Neben den Originalobjekten enthält die Ausstellung Medienstationen, Fotoshows, Artefakte zum Anfassen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Mistelbach kehrten wir nach Wien zurück.